Lehrlingsaustausch Kiel-Eisenstadt

 

Seit 2010 organisiert das Honorarkonsulat den Austausch von Lehrlingen zwischen Kiel und Eisenstadt/Burgenland im Rahmen des Leonardo-da- Vinci-Mobilitätsprojektes. Ziel der EU-Förderung ist es, die berufliche Mobilität der jungen Menschen zu fördern und Europa erlebbar zu machen.

Das neue Programm Erasmus+ löst zum 1. Januar 2014 das Programm für lebenslanges Lernen ab und umfasst ein Budget von 14,7 Milliarden Euro. Damit können mehr als vier Millionen Bürgerinnen und Bürger Zuschüsse erhalten, um im Ausland zu studieren, zu arbeiten oder eine Freiwilligentätigkeit auszuüben.  

 

Allgemeine Informationen finden Sie unter http://www.na-bibb.de.

 

 Es folgen die Erfahrungsberichte: 

 

2010: Nachbarland, wie verkaufst und bäckst du dein Brot?

Unter diesem Motto fuhren die 10 schleswig-holsteinischen Bäcker- und Bäckereifachverkäuferlehrlinge mit ihren Lehrkräften im November in das Burgenland. 3 Wochen lang waren die Lehrlinge zu Gast an der Berufsschule in Eisenstadt. Die Auszubildenden der Bäckerei Andresen, Bäckerei Bosmann, Bäckerei Günther, Bäckerei Koll, Bäckerei Leefen, des Passader Backhaus, Bäckerei Steiskal und Bäckerei & Konditorei Kohls und Söhne konnten die Reise antreten.
In der ersten Woche wurde die Schulbank gedrückt sowie die Stadt und Umgebung erkundet. Der Besuch einer ungarischen Keksfabrik und der Wiener Innenstadt mit Schloss Schönbrunn und Christkindlmarkt rundeten das Programm ab.

In den letzten beiden Wochen lernten die Auszubildenden den Arbeitsalltag in den österreichischen Bäckereien kennen. Sie arbeiteten in den Betrieben Altdorfer, Kiesling, Waldherr, Giefing, Naglreiter und Schumich.
Die Betriebe sprachen den deutschen Bäckerlehrlingen ein großes Lob aus.

Ein Teilnehmer äußerte im Anschluss an die Reise „das würde ich jedem Lehrling empfehlen!“

Wir freuen uns schon auf den Gegenbesuch der österreichischen Lehrlinge im Schuljahr 2011/12.

 

2012: Nachbarland, wie bäckst du dein Brot?

Die Bäckerlehrlinge der 3. Klasse nahmen im April 2012 an einem dreiwöchigen Auslandspraktikum in Kiel teil. Dabei lernten sie vor allem anderwertige Arbeitstechniken und die industrielle Fertigung von Brot und Gebäck kennen. Dazu stellten die Bäckereien Passader Backhaus GmbH, Bäckerei Günther, Bäckerei Steiskal und Bäckerei Andresen in Neumünster jeweils Praktikumsplätze zur Verfügung. 

 

 

2013: Grenzenlos genießen - regionale Backwaren erobern Europa

Die nächste Gruppe von Bäckerlehrlingen und Bäckerreifachverkäufern ist vom 10.11. bis zum 30.11.2013 nach Eisenstadt gefahren. Hier lesen Sie den Bericht des RBZ1: 

"Deutsche Bäckerauszubildende schnuppern im Burgenland die Arbeitsluft.
In diesem Jahr sammeln neun Bäckerlinge und ein Bäckereifachverkäufer aus dem RBZ1 in Kiel Erfahrungen unter dem Motto „Genuss ohne Grenzen“ in der Landesberufsschule in Eisenstadt, Österreich.
Gemeinsam mit ihren burgenländischen Kollegen lernen die Gäste in der ersten Woche regionale Spezialitäten und Arbeitsweisen direkt in der Landesberufsschule in Eisenstadt kennen. Zu den regionalen Spezialitäten zählen z.B. die gedrückten Hand-Kaisersemmeln, Kardinalschnitten, Topfenstrudel sowie Grammelpogatschen.
Außerdem haben die Auszubildenden die Möglichkeit, zwei Wochen direkt in sieben Betrieben Arbeitsluft zu schnuppern. Die in und um Eisenstadt ansässigen Bäckereibetriebe laden die Austauschlehrlinge ein, die Backstuben und das burgenländische Handwerk näher kennen zu lernen.
Eine besondere Wertschätzung wird den Gästen aus Kiel erwiesen, als im Rahmen eines Empfanges die Ministerpräsidentin des Burgenlandes und der Landesschulinspektor die Auszubildenden persönlich begrüßen.
Weitere Höhepunkte in der ersten Woche sind die  Betriebs-besichtigungen in der Steiermark. So wird den Auszubildenden vom Eigentümer persönlich die Produktpalette und Produktion der Firma „Meisterfrost“ vorgestellt. Zu den Favoriten gehören u.a. Kaiserschmarren und Marienknödel.
Die Bäckerei und Konditorei „Ulreich“ gewährt uns einen Einblick in die Herstellung von Schaumrollen. In beiden Betrieben dürfen die Bäckerlehrlinge nach Herzenslust probieren.
Dass selbst der ORF (Österreichischer Rundfunk) einem Bäcker die Gelegenheit zur Projektdarstellung gibt, hat die Auszubildenden aus Kiel besonders gefreut. Mit dem Hinweis des Moderators, dass es für unsere jungen Auszubildenden auch sehr hübsche Auszubildende Damen und Herren im Burgenland gibt, beendet er den Sendebeitrag.
Die Kieler Schüler sammeln in der ersten Woche viele neue Eindrücke und erklären, dass die Schüler und Lehrer hier an der Landesberufsschule sehr nett sind. Die erwarteten Schwierigkeiten mit der österreichischen Sprache blieben aus. Die Erfahrungen der Auszubildenden bis jetzt sind einstimmig: „Es ist einfach super, wir genießen es sehr und wir sind sehr gespannt auf die nächsten zwei Wochen in den Betrieben“."

 

 

 

2015: Brot und Gebäck schmeckt immer. 

Unter diesem Motto fand der Lehrlingsaustausch mit unserer Partnerschule in Eisenstadt  vom 20.01.-11.02.2015 statt.  

Die 9 Lehrlinge wohnten für 3 Wochen mit ihrem Fachlehrer im Foto- und Medienforum in der Feldstraße. Von dort aus startete auch der obligatorische Ausflug nach Hamburg zum Fischmarkt einschließlich Hafenrundfahrt und U-Boot-Besichtigung. Eine Wochenendreise führte in die Altstadt von Lübeck mit ihrer traditionellen Marzipanherstellung und in Flensburg wurden die Brauerei und das Rum-Museum unter fachkundlicher Führung besichtigt..  

Der Hauptaugenmerk lag aber auf der praktischen Arbeit in den Betrieben. Dort konnten die Auszubildenden die norddeutsche Arbeitsweise sowie traditionelle Rezepte kennenlernen. 

Wir danken den beteiligten Firmen  

Bäckerei Glüsing in Stakendorf,

Bäckerei Knuust in Kiel, 

Bäckerei Lyck in Kiel, 

Bäckerei Rönnau in Kiel, 

Bäckerei Schade in Schönberg,

Bäckerei Steiskal in Kiel,

Passader Backhaus in Passade  

und dem RBZ 1 für die engagierte Unterstützung!

 

 

 

 

                                           

2015: Ab ins Ausland - Eine kulinarische und kulturelle Ent- deckungsreise über die Landesgrenzen hinaus für Auszubildende aus dem Bereich Bedienung

"Am 14.09.2015 sind wir um 8:45 von Hamburg mit dem Flugzeug ge- startet Richtung Österreich. Nach einer guten Stunde Flugzeit sind wir in der schönen Landeshauptstadt Wien gelandet. Nachdem wir unser Reisegepäck verstaut hatten, sind wir zur Stadtmitte gefahren und haben den Dom angesehen, die Droschken bestaunt und sind dann durch die Innenstadt Richtung Hofburg gegangen. Später haben wir uns das Sisi-Musdeum angesehen und haben auf dem Rückweg eine kleine Fleischerei entdeckt. Weil uns Wien so gut gefallen hat, sind wir noch einmal in unserer Freizeit nach Wien gefahren. Wir haben den Nasch- markt besucht mit seiner Vielfallt an Gewürzen und kulinarischen Speisen. Danach waren wir im sogenannten "Vergnügungsviertel" bei "Mamame` Tussauds". Später haben wir in der Innenstadt in den Seitengängen die vielen kleinen traditionellen Konditoreien bestaunt.

Am zweiten Tag sind wir von Frau Klopp zu unseren Ausbildungs-märkten Interspar, Merkur und Kastner gefahren und haben uns dort vorgestellt und gleich die neuen Kollgen kennengelernt. Nachmittags haben wir eine Stadtführung durch die Innenstadt von Eisenstadt gemacht.   

Unser erster Arbeitstag lief für alle gut, Mitarbeiter und auch die Kunden waren uns gegenüber aufgeschlossen, freundlich, hilfsbereit und interessiert an unserem Aufenthalt in Österreich. Nach den an- fänglichen Verständigungsschwierigkeiten (österr. Dialekt) lernten wir die neuen Begriffe schnell und konnten sie auch gut umsetzen. Unter-schiede in unseren Ausbildungsmärkten haben wr schnell festgestellt: Bei der Zerlegung und Schnittführung und bei der Bezeichnung der Teilstücke sowie deren Verwendungsmöglichkleiten. Das Fleisch wird überwiegend in SB-Verpackungen verkauft und weniger am Tresen. Auch stellten wir fest, dass die Österreicherinnen und Östereicher viel Wert auf traditionelles Gebäck legen. Wir haben sehr viele Kaisersemmel oder Kornspitz belegt mit Wurst, Käse und leberkäse verkauft.

Am letzten Wochenende haben wir dann das Schloss und den dazugehörien Schlosspark "Esterhazy" in Eisenstadt besichtigt. Die Bergkirche in Eisenstadt durfte natürlich nicht fehlen, wir haben uns das Mausoleum von dem berühmten Komponisten haydn angesehen und die Geschichte von Jesus Christus, die mit Holzfiguren dargestellt wurde. Unsren letzten Tag verbrachten wir in Pamhagen und besuchten dort den Betrieb der Familie Martin Karlo. Dort erhielten wir Einblicke in die Bereiche der Produktion und Veredelung. Die Produkte, die aus dem Fleisch von Mangalitza-Schweinen und dem ungarischen grauen Steppenrind hergestellt werden, durften wir später probieren. Martin karlo arbeitet mit dem Nationalpark von Pamhagen zusammen, der die Zucht der fast ausgestorbenen Rinder und Schweine unterstützt. Danach ging es zu einem Winzer im Burgenland. Nach der Führung nd der Unterweisung, wie Wein hergestellt wird, durften wir Weiß- und Rotwein berkosten.

 

Uns gefiel der Aufenthalt in Österreich sehr gut. Wir haben viele spannende Eindrücke bekommen, die auch uzu Verbesserungen oder Änderungen in unserem Unternehmen führen könnten. Und es hat unser Berufsbild erweitert."  

 

 

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